Übersicht

Die im K10plus vorhandenen kostenfreien elektronischen Ressourcen im Fernzugriff werden den SWB-Bibliotheken in regelmäßigen Abständen per Datenabzug zum Import in die Lokalsysteme bereitgestellt. Um dies durchführen und die Lokalsysteme adäquat beliefern zu können, werden diese Titelaufnahmen mit Exemplarsätzen der fiktiven Bibliothek LFER versehen.
Selbstverständlich können diese Datensätze auch in die lokalen Sichten auf den SWB-OPAC eingebunden werden. Außerdem können die LFER-Titel auch in die täglichen oder wöchentlichen Routineabzüge integriert werden.

Das hier beschriebene Verfahren kann nur von SWB-Bibliotheken genutzt werden. Für GBV-Bibliotheken ist dagegen bisher keine pauschale Erzeugung an allen OA-Titeln vorgesehen. Wegen der direkten Übermittlung der Daten aus dem K10plus an die OCLC-LBS-Systeme bedarf es hier flexibler bibliotheksspezifischer Selektionen, z.B. über Sacherschließungsmerkmale, die im SWB von den Bibliotheken vor Ort beim Einspielen in ihre Systeme vorgenommen werden.

Anhängen eines Exemplarsatzes der fiktiven Bibliothek LFER

Auswahlkriterien für das Anhängen eines LFER-Exemplarsatzes sind folgende:

  • Datensätze mit Feld 0500, Position 1 = „O“ (=Elektronische Ressource im Fernzugriff) und Position 3 = „u“,  „v“, „n“, „r“ oder „x“. (Die Einschränkung der Selektion auf Position 3 gilt ab dem 22.06.20)

  • Es ist eine URL im Feld 4950  vorhanden und der Code „LF“ in Unterfeld $4 für "Kostenfrei zugänglich ohne Registrierung" ist gesetzt. Alternativ ist im Unterfeld $4 der Code OA bzw. OALizenz vorhanden, der früher in GBV-Datensätzen gesetzt wurde.

  • Es handelt sich um Verbundaufnahmen = Datensätze, die von den Verbundteilnehmern im K10plus (ab dem 25.03.2019) erfasst worden sind.
  • Für die Lokalsysteme, die noch mit alten SWB-PPNs arbeiten, ist es darüber hinaus nötig, Exemplare an die Gesamtaufnahmen anzuhängen, auch wenn in der GA keine URL zur kostenfreien Ressource steht, aber in anhängenden Aufsätzen oder Bänden.

Bei Bedarf können auch ältere Datensätze, die aus der GBV-Datenbank stammen und vor dem 25.03.2019 erfasst worden sind, angesigelt werden. Bitte melden Sie einen entsprechenden Bedarf an: support@k10plus.de.

Auswahlkriterien für die Erzeugung eines LFER-Exemplarsatzes beim ZDB-Titelladen sind folgende:

  • Im MARC-Feld 856 $z steht der Inhalt „kostenfrei“. Das betrifft alle URLs, die in der ZDB mit „LF – Kostenfrei zugänglich ohne Registrierung" gekennzeichnet sind.

Anhand dieser Kriterien werden die betroffenen Datensätze für E-Books und E-Journals monatlich aus dem K10plus selektiert und mit Exemplarsätzen der fiktiven Bibliothek LFER versehen. Dabei wird die URL aus dem Datensatz in das Feld 7133 des Exemplarsatzes kopiert. Die betroffenen ZDB-Datensätze werden direkt beim ständig laufenden OAI-Import in den K10plus mit einem LFER-Exemplarsatz versehen.

  • Sind mehrere URLs im Datensatz vorhanden, so wird die URL ausgewählt, die im Unterfeld $4 den Code LF enthält

  • Zusätzlich wird in jedem Fall auch die URL aus der EZB in den Exemplarsatz übernommen, unabhängig von einem Code in Unterfeld $4

  • Eine Resolving-URL, die einen DOI enthält, wird vorrangig übernommen, wenn der Code LF im Unterfeld $4 vorhanden ist
  • Treffen keine der Auswahlkriterien zu, wird die erste im Datensatz enthaltene URL in den LFER-Exemplarsatz geschrieben

  • Sind keine URLs vorhanden, wird eine Resolving-URL aus der URN generiert (dies kann z. B. bei übergeordneten Aufnahmen der Fall sein)
  • Es werden maximal 2 URLs in den LFER-Exemplarsatz übernommen


Beispiel für die Übernahme einer URN:

Datensatz:
2050 urn:nbn:de:bsz:25-opus-57751

Exemplarsatz LFER:
7133 http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-57751

Die mit diesen Exemplarsätzen angereicherten Datensätze werden den SWB-Teilnehmerbibliotheken per Datengesamtabzug in den üblichen Formaten zur Verfügung gestellt.


Verfahren bei maschinellen Einspielungen von E-Book-Metadaten

Setzen Datenlieferanten in MARC-Feld 856 $z "kostenfrei" oder liefern nach Absprache vergleichbare Feldinhalte wie Open Access oder entsprechende ONIX-Codes, wird bereits bei der Einspielung der Daten in den E-Book-Pool Feld 4950 Unterfeld $4 mit LF belegt. Bei der Übernahme der Datensätze in den K10plus Hauptbestand wird in der Regel in diesem Fall gleich ein LFER-Exemplarsatz mit erzeugt. Sollte dies aus irgendeinem Grund nicht passieren, geschieht es innerhalb eines Monats automatisch durch die oben beschriebene maschinelle Routine.


Verfahren bei Änderung des Status und der URL

Erhalten die mit LFER-Exemplarsätzen versehenen Datensätze eine Lizenzbeschränkung, so müssen die LFER-Exemplarsätze wieder entfernt werden. Datensätze, die nicht mehr frei zugänglich sind, sollten von den betreffenden Bibliotheken per Mailbox an die K10plus-Mailboxadresse ZRED gemeldet werden, damit der LFER-Exemplarsatz gelöscht und der Datensatz damit beim nächsten Gesamtabzug nicht mehr ausgeliefert wird.

Um eine Meldung an die K10plus-Mailboxadresse ZRED wird ebenfalls gebeten, wenn sich die URL im Datensatz ändert, diese Änderung wird von ZRED dann in den LFER-Exemplarsätzen nachvollzogen. Diese Fälle werden vom BSZ jedoch auch in größeren Abständen (ca. halbjährlich) maschinell bereinigt.

PPN-Listen von größeren Mengen betroffener Datensätze können auch ans Ticketsystem über ebooks-support@bsz-bw.de geschickt werden, und werden dann per Skript vom BSZ bearbeitet.

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