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Erfassung nicht-lateinischer Schriften

 

Ansprechpartner: support@k10plus.de

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Inhalt

1 Einleitung

2 Titeldaten

2.1 Felder für originalschriftliche Erfassung

2.2 Erfassung von nicht-lateinischen Zeichen

2.2.1 Eingabe der Felder und Unterfelder

2.2.2 Lateinische Buchstaben innerhalb der Felder mit nicht-lateinischen Zeichen

2.2.3 Linksläufige Schriften (Hebräisch, Arabisch)

2.2.4 Erscheinungsjahr in nicht-lateinischen Zeichen

2.2.5 Verlagsangabe

2.3 Titel-Titel-Verknüpfungen

3 Normdaten

3.1 Erfassung im Normsatz

3.2 Verknüpfung Titelsatz – Normsatz

4 Lateinische Umschrift


1                Einleitung

Im K10plus besteht die Möglichkeit, bestimmte Felder der bibliografischen Beschreibung und der Normdaten sowohl in lateinischer als auch in nicht-lateinischer Schrift zu erfassen. Dabei ist die nicht-lateinische Schrift nur zusätzlich zur lateinischen Schrift zugelassen. Bevor die Erfassung der nicht-lateinischen Zeichen begonnen werden kann, muss in Windows der entsprechende Zeichensatz eingebunden werden. Eine genaue Anleitung dazu befindet sich im
WinIBW-Handbuch .

In der WinIBW3 stehen im Menü Transliteration Funktionen zur Verfügung, die die Eingabe von nicht-lateinischen Titeln wesentlich erleichtern, insbesondere die Funktion „Transliteration ausführen“ (Beschreibung siehe WinIBW-Handbuch ). Bei Verwendung dieser Funktionen (sogenannte automatische Transliteration) muss das Ergebnis danach grundsätzlich intellektuell überprüft werden.

In welchem Umfang Felder mit nicht-lateinischen Zeichen erfasst werden, liegt im Ermessen der jeweiligen Bibliothek.

2                Titeldaten

2.1         Felder für originalschriftliche Erfassung

Bei der bibliografischen Beschreibung sind die meisten Felder für die Erfassung mit nicht-lateinischen Zeichen vorgesehen. Die zugelassenen Felder sind in der K10plus Format-Dokumentation mit einem entsprechenden Hinweis versehen.

In Feldern, die nicht für die Erfassung von nicht-lateinischer Schrift freigegeben sind, wie z. B. URL- und Nummernfelder, kann nicht-lateinische Originalschrift in bestimmten Unterfeldern erfasst werden. Die Angabe erfolgt in diesem Fall ohne Kennzeichnung der Schrift.

Beispiel:

2000 978-3-8157-6810-5 $f кни́га в мя́гком переплёте

 

2.2         Erfassung von nicht-lateinischen Zeichen

2.2.1         Eingabe der Felder und Unterfelder

Jedem Feld mit nicht-lateinischer Schrift muss ein Feld mit lateinischer Umschrift zugeordnet werden. Dazu wird das jeweilige Feld wiederholt. Beide Felder werden um zwei bzw. drei Unterfelder ergänzt:

$T enthält einen zweistelligen Zählfaktor zur Zuordnung der Felder untereinander

$U enthält den Schriftcode

$L enthält den Sprachencode. $L kann verwendet werden, wenn die Schrift abhängig von der Sprache unterschiedlich transliteriert wird. [1]

Der Schriftcode in $U wird nach ISO 15924 erfasst. Eine vollständige Liste der zugelassenen Schriftcodes ist in der Arbeitshilfe AH-03 Schriftcodes nach ISO 15924 zu finden.

 

Eine Auswahl von Schriftcodes im Überblick:

Englischer Name

Deutscher Name

Code

Arabic

Arabisch

Arab

Cyrillic

Kyrillisch

Cyrl

Greek

Griechisch

Grek

Han (Hanzi, Kanji, Hanja)

Chinesisch

Hani

Han (Simplified variant)

Chinesische (Kurzzeichen)

Hans

Han (Traditional variant)

Chinesische (Langzeichen)

Hant

Hebrew

Hebräisch

Hebr

Latin

Lateinisch

Latn

 

Der Sprachencode in $L wird nach ISO 639-2/B erfasst.

Eine Auswahl von Sprachencodes, die für die kyrillische Schrift  verwendet werden:

Deutscher Name

Sprachencode

Kyrillisch (Bulgarisch)

bul

Kyrillisch (Makedonisch)

mac

Kyrillisch (Mongolisch)

mon

Kyrillisch (Russisch)

rus

Kyrillisch (Serbisch)

srp

Kyrillisch (Ukrainisch)

ukr

Kyrillisch (Weißrussisch)

bel

 

Die Aufführung von $T und $U oder $T, $U und $L wird abgeschlossen mit der Zeichenfolge „%%“. Danach beginnt der eigentliche Feldinhalt.

Die Erfassung der Felder erfolgt also paarweise in der Struktur:

Feldnummer $T Feldzuordnung $U Schriftcode %% Feldinhalt

oder

Feldnummer $T Feldzuordnung $U Schriftcode $L Sprachencode %% Feldinhalt

 

Beispiel:

 

4000 $T 01 $U Latn %% Jveli T̕bilisi $d istoriuli narkvevi $h J̌aba Samušia

4000 $T 01 $U Geor %% ძველი თბილისი $d ისტორიული ნარკვევი $h ჯაბა სამუშია

 

4000 $T 01 $U Latn %% Notariat v Rossijskoj Federacii $h T.M. Šamba, V.N. Kokin

4000 $T 01 $U Cyrl $ L rus %% Нотариат в Российской Федерации $h Т.М. Шамба, В.Н. Кокин

 

Es ist möglich, mehrere Felder mit unterschiedlichen nicht-lateinischen Zeichen zu erfassen, die sich auf dasselbe Feld mit lateinischen Zeichen beziehen:

Beispiel:

4000 $T 01 $U Latn %% Qing tong qi yu jin wen $d di er ji $h B ei jing da xue chu tu wen xian yan jiu suo bian

4000 $T 01 $U Hant %% 青銅器與金文 $d 第二輯 $h 北京大學出土文獻研究所編

4000 $T 01 $U Hans %% 铜器与金文 $d 第二 $h 北京大学出土文献研究所

 

Wenn ein Feld, das wiederholbar ist, mehrfach mit nicht-lateinischen Zeichen erfasst werden soll, muss in $T hochgezählt werden. Durch die Zählung erfolgt die Zuordnung der Felder zueinander.

Beispiel:

3260 $T 01 $U Latn %% Učenie Michaila Michajloviča Speranskogo o prave i gosudarstve

3260 $T 01 $U Cyrl %% Учение Михаила Михайловича Сперанского о праве и государстве

3260 $T 02 $U Latn %% D v adcatyj pervyj vek

3260 $T 02 $U Cyrl %% Двадцатый первый век

 

Nach dem Abspeichern des Datensatzes wird die lateinische Umschrift vor der nicht-lateinischen Schrift sortiert. Auch in den Kurztitellisten wird die lateinische Form angezeigt.

Die Erfassung der Unterfelder ist wie üblich möglich. Allerdings muss bei der Eingabe die Tastatur von fremdsprachig auf lateinische Buchstaben umgeschaltet werden.

Beispiel:

4000 $T 01 $U Latn %% Notariat v Rossijskoj Federacii $h T.M. Šamba, V.N. Kokin

4000 $T 01 $U Cyrl %% Нотариат в Российской Федерации $h Т.М. Шамба, В.Н. Кокин

 

Zur Vereinfachung der Dateneingabe besteht in der WinIBW die Möglichkeit, sich eigene lokale Datenmasken zu erstellen, in denen die Unterfelder vorbelegt sind.

 

2.2.2         Lateinische Buchstaben innerhalb der Felder mit nicht-lateinischen Zeichen

Manchmal ist es nötig, auch innerhalb der Felder mit nicht-lateinischen Zeichen, lateinische Schriftzeichen zu erfassen. Diese Texte können innerhalb der Felder mit lateinischen Zeichen erfasst werden.

Beispiel

4000 $T 01 $U Latn %% E-N $h pod obščej red. d.ju.n. prof. S.F. Udarceva ; avtory: Udarcev S.F., Tlepina Š.V. [und 5 andere]

4000 $T 01 $U Cyrl %% Е-Н $h под общей ред. д.ю.н. проф. С.Ф. Ударцева ; авторы: Ударцев С.Ф., Тлепина Ш.В. [und 5 andere]

 

Zur Erfassung einzelner nicht-lateinischer Zeichen innerhalb der Felder mit lateinischen Zeichen siehe Handbuch Sonderzeichen .

 

2.2.3         Linksläufige Schriften (Hebräisch, Arabisch)

Bei der Erfassung linksläufiger Schriften muss beachtet werden, dass die Einleitung des Feldes (Feldnummer und Angaben bis zu den beiden Prozentzeichen) und auch die Steuerzeichen, die Unterfelder kennzeichnen, von links nach rechts geschrieben werden, der Inhalt des Feldes bzw. jedes einzelnen Unterfeldes aber von rechts nach links geschrieben wird.

Es empfiehlt sich, zunächst die Unterfelder lateinisch einzutragen und dann die Inhalte mit den anderen Schriftzeichen zu füllen.


Beispiel

Zur Erfassung von linksläufigen Schriften steht in der WinIBW die Funktion „RTL / linksläufige Schriften“ [2] zur Verfügung (siehe WinIBW-Handbuch ).

2.2.4         Erscheinungsjahr in nicht-lateinischen Zeichen

Liegt das Erscheinungsjahr in einer anderen Zeitrechnung vor, so wird als Sortierform die Angabe des entsprechenden Jahres in christlicher Zeitrechnung angegeben. In Unterfeld $n wird das Erscheinungsjahr in Vorlageform in arabischen Ziffern bzw. lateinischer Transkription angegeben, das entsprechende Jahr in unserer Zeitrechnung wird in eckigen Klammern hinzugefügt.

Liegt das Erscheinungsjahr in nicht-lateinischer Schrift vor, so kann dieses im Feld 4030 mit den nicht-lateinischen Zeichen im Unterfeld $d abgelegt werden. $d wird im Anschluss an die Verlagsangabe erfasst.

Beispiel:

1100 2012 $n Minguo 101 [2012]

4030 $T 01 $U Latn %% Tai bei $n Zhong yang yan jiu yuan jin dai shi yan jiu suo

4030 $T 01 $U Hant %% 臺北 $n 中央研究院近代史研究所 $d 民國 101

2.2.5         Verlagsangabe

Wenn der Verlag in der Vorlage sowohl in nicht-lateinischer Schrift als auch zusätzlich in einer Namensform in einer anderen Sprache (z.   B. Englisch oder Deutsch) genannt ist, wird das Feld 4030 mehrfach belegt.

Beispiel:

4030 Taipei $n ART Book

4030 $T 01 $U Latn %% Tai bei $n Yi shu tu shu gong si

4030 $T 01 $U Hant %% 台北 $n 藝術圖書公司

 

2.3         Titel-Titel-Verknüpfungen

Grundsätzlich ist es möglich, auch bei Titel-Titel-Verknüpfungen per PPN-Verlinkung nicht-lateinische Zeichen zu verwenden.

Folgende Titelfelder sind dazu freigegeben:

Pica3

Feldinhalt

4120-4129

Verknüpfung zum Gesamttitel der Reproduktion

4160

Verknüpfung zur mehrteiligen Monografie (Überordnung)

4180-4189

Verknüpfung zur fortlaufenden Ressource

424X

Verknüpfungen zu in Beziehung stehenden Werken, Expressionen und Manifestationen

4255

Verknüpfung zur Reproduktion in gleicher physischer Form

4256

Verknüpfung zur Reproduktion in anderer physischer Form

4261

Verknüpfung zur thematisch in Beziehung stehenden Ressource, die beschrieben wird

4262

Verknüpfung zur thematisch in Beziehung stehenden Beschreibung über die Ressource

 

Die genannten Verknüpfungsfelder werden bei der Erfassung wiederholt. Die für die nicht-lateinischen Zeichen benötigten zusätzlichen Unterfelder $T, $U und ggf. $L werden, wie oben beschrieben, allen anderen Unterfeldern des Feldes vorangestellt. Nach Angabe des Schriftcodes in $U bzw. des Sprachencodes in $L wird mit der Zeichenfolge %% abgeschlossen.

Nach Abspeichern der Titelaufnahme werden in der Expansion des Verknüpfungsfeldes die Angaben in der jeweiligen Schrift aus dem verknüpften Datensatz angezeigt. Dabei müssen die Schriftcodierungen in $U und ggf. die Sprachencodierungen in $L des Verknüpfungsfeldes übereinstimmen mit den Schriftcodes in $U bzw. den Sprachencodes in $L der expandierten Felder des verknüpften Titels!

D. h. bei Titel-Titel-Verknüpfungen sind dann sowohl die Felder für die Vorlageform des Gesamttitels (4150 ff, 4170 ff, 4110 ff) als auch die Verknüpfungsfelder doppelt zu vergeben.

Achtung: im Unterfeld für die Sortierzählung „#...#“ werden nur arabische Ziffern und lateinische Buchstaben erfasst!

 

Beispiel Mehrteilige Monografie

Gesamtaufnahme:

0500 Acu

...

4000 $T 01 $U Latn %% Upravno pravo $h prof. dr Dragan Milkov

4000 $T 01 $U Cyrl %% Управно право $h проф. др. Драган Милков

 

Nach Verwendung der Funktion „F-/f-Satz (MTM)“:

4150 $T 01 $U Latn %% Upravno pravo $h prof. dr Dragan Milkov $l

4150 $T 01 $U Cyrl %% Управно право $h проф. др. Драган Милков $ l

4160 $T 01 $U Latn %% ##! PPN ! $l

4160 $T 01 $U Cyrl %% ##!PPN! $l

 

Abgespeicherter F-/f-Satz:

4150 $T 01 $U Latn %% Upravno pravo $h prof. dr Dragan Milkov $l 1

4150 $T 01 $U Cyrl %% Управно право $h проф. др. Драган Милков $ l 1

4160 $T 01 $U Latn %% #1#! PPN ! Upravno pravo… $l 1

4160 $T 01 $U Cyrl %% #1#! PPN ! Управно право… $l 1

 

Beispiel monografische Reihe

4170 $T 01 $U Latn %% ʿAle zayit ṿa-ḥerev $l 15

4170 $T 01 $U Hebr %% עלי זית וחרב $l 15

4180 $T 01 $U Latn %%# 15 # ! PPN ! ʿAle zayit ṿa-ḥerev… $l 15

4180 $T 01 $U Hebr %%# 15 # ! PPN ! עלי זית וחרב $l 15

 

Beispiel parallele Ausgabe

4243 $T 01 $U Latn %% Erscheint auch als $n Druck -A usgabe !PPN! Ideologičeskie konteksty russkoj kulʹtury XIX-XX vv. i poėtika perevoda ...

4243 $T 01 $U Cyrl %% Erscheint auch als $n Druck-Ausgabe !PPN! Идеологические контексты русской культуры XIX-XX вв. и поэтика перевода ...

3                Normdaten

3.1         Erfassung im Normsatz

Für die Erfassung nicht-lateinischer Zeichen in Normsätzen gilt die Erfassungshilfe EH-A-09 .

Zur Erfassung nicht-lateinischer Zeichen sind die Felder 4XX und 7XX freigegeben. [3] Wie bei den Titeldaten auch, stehen zusätzlich zu den üblichen Unterfeldern die Unterfelder $T (Feldzuordnung), $U (Schriftcode) und $L (Sprachencode) zur Erfassung nicht-lateinischer Schriften bereit. Anders als bei den Titelfeldern wird über $T aber keine Zuordnung zu einer lateinischen Umschrift dargestellt.

Für die Reihenfolge der Unterfelder gilt:

$T $U $L %%

Beispiel:

100 Borisov, Arkadij Borisovič

400 $ T 01 $ U Cyrl $ L rus %% Борисов, А.

700 $ T 01 $ U Cyrl $ L rus %% Борисов, Аркадий Борисович $ v Original

 

100 Hrycenko , Oleksandr
400 $ T 01 $ U Cyrl $ L ukr %% Гриценко, Олександр Андрійович

700 $ T 01 $ U Cyrl $ L ukr %% Гриценко, Олександр $ v Original

 

Wird $L nicht belegt, wird das Unterfeld $U mit %% abgeschlossen.

Beispiel

400 $T 01 $U Jpan %%$P 佐瀬昌盛

 

Sollen in einem schon vorhandenen GND-Normsatz (Satzstatus v) nicht-lateinische Namensformen ergänzt werden, so werden die Felder 4XX und 7XX direkt in der GND erfasst. Zur Steuerung von Rückfragen zur bevorzugten Benennung in nicht-lateinischen Zeichen ergänzt die Institution, die den Eintrag in 7XX ergänzt, ihr ISIL in Unterfeld $5.

Wenn eine Bibliothek kein Schreibrecht in der GND besitzt, kann sie die Ergänzung folgendermaßen per Mailbox beantragen:

  • Universitätsinstitute wenden sich an ihre zuständige Universitätsbibliothek
  • Bibliotheken der Goethe-Institute wenden sich an die Zentrale der Goethe-Institute (G100)
  • Alle anderen Bibliotheken wenden sich an die jeweilige Verbundzentrale (GBV-Bibliotheken an ZRPER bzw. ZRKOR, SWB-Bibliotheken an ZRED)

Bei K10plus-internen Namenssätzen (Tn-Sätzen) kann die Ergänzung direkt im K10plus durchgeführt werden. Auf den Eintrag von $5 wird in diesem Fall verzichtet. Wenn dabei zwei unterschiedliche nicht-lateinische bevorzugte Namensformen derselben Schrift die gleiche lateinische Umschrift erhalten, so werden zwei Tn-Sätze angelegt.

Beispiel:

005 Tni

011 f

100 Lin, Zhen

400 $P Lin Zhen

400 $T 01 $U Hant %% ,

700 $T 01 $U Hant %%$P 林榛 $v Original

 

005 Tni

011 f

100 Lin, Zhen

400 $P Lin Zhen

400 $T 01 $U Hans %% ,

700 $T 01 $U Hant %%$P 林鍼 $v Original

Hinweis: Bei den Feldern 4XX und 7XX der GND-Datensätze, die von den Verbünden maschinell mit nicht-lateinischen Namensformen ergänzt wurden, steht in der Regel in $5 das ISIL des liefernden Verbundes.

3.2         Verknüpfung Titelsatz – Normsatz

Damit im Titelsatz auch die nicht-lateinische Namensform in der Expansion angezeigt werden kann, wird das Verknüpfungsfeld zum Normsatz analog zu den anderen Titelfeldern wiederholt. Es werden ebenfalls die Unterfelder $T und $U oder die Unterfelder $T, $U und $L belegt.

Beispiel

Erfassung:

3000 $T 01 $U Latn %% !PPN!

3000 $T 01 $U Cyrl $L rus %% !PPN!

 

Nach Abspeichern der Titelaufnahme wird in dem Feld 3000 mit der Kyrillisch-Kennzeichnung, die entsprechende kyrillische bevorzugte Namensform aus Feld 700 angezeigt:

Beispiele

Nach Abspeichern des Datensatzes:

3000 $T 01 $U Latn %% ! PPN ! Tolstoj, Lev N. ; ID: gnd/...

3000 $T 01 $U Cyrl $L rus %% !PPN! Толстой, Лев Н. ; ID: gnd/...

 

3100 $T 01 $U Latn %% !PPN! Fond Sovremennoj Istorii ; ID: gnd/...

3100 $T 01 $U Cyrl $ L rus %% ! PPN ! Фонд Современной Истории ; ID: gnd/...

 

Analog kann mit den Feldern für 3010, 3050, 3110 und 3150 verfahren werden. Bei diesen Feldern muss beachtet werden, dass diese an sich schon wiederholbar sind. Hier muss durch die Zählung in $T jeweils die Zuordnung erfolgen.

Beziehungskennzeichnungen werden ausschließlich in lateinischen Buchstaben erfasst.

Beispiel:

3010 $T 01 $U Latn %% !PPN! Melnyk, Roman Serhijovyč *1978-* ; ID: gnd/... $B HerausgeberIn $4 edt

3010 $T 01 $U Cyrl %% !PPN! Мельник, Роман Сергійович *1978-* ; ID: gnd/... $B HerausgeberIn $4 edt

3010 $T 02 $U Latn %% !PPN! Šablij, Olena Anatoliïvna *1975-* ; ID: gnd/... $B HerausgeberIn $4 edt $B ÜbersetzerIn $4 trl

3010 $T 02 $U Cyrl %% !PPN! $PШаблiй,Олена Анатолiïвна *1975-* ; ID: gnd/... $B HerausgeberIn $4 edt $B ÜbersetzerIn $4 trl

 

Hinweis: Für die Anzeige der nicht-lateinischen Form in den Verknüpfungsfeldern wird der Schriftcode in $U geprüft, wenn $L vorkommt, wird auch dieser Code geprüft. In dem verknüpften Normsatz muss das Feld 7XX mit demselben Schriftcode belegt sein, sonst kann das System die Expansion nicht aufbauen. Fehlt im Normsatz der Sprachencode in $L, so wird nur der Schriftcode aus $U verwendet, um die Expansion aufzubauen.

4                Lateinische Umschrift

Für die Umschrift nicht-lateinischer Schriften werden in deutschen Bibliothekskatalogen einheitliche Transliterationstabellen gemäß Arbeitshilfe AH-004 Anwendungsregeln Transliteration verwendet.

 

Schrift

Umschrift Tabelle

Anmerkungen

Arabisch

DIN 31635

Ausgabe 2011

Armenisch

DIN 32706

Ausgabe 2010

Chinesisch

ISO 7098

ohne Wortbildung, alle Silben mit Blank dazwischen wiedergeben ohne Tonzeichen.

Devanagari

DIN 33904

Ausgabe 2018

Georgisch

DIN 32707

Ausgabe 2010

Griechisch

DIN 31634

Ausgabe 2011 2009

Hebräisch

DIN 31636

Ausgabe 2018

Japanisch

DIN 32708

Ausgabe 2014

Koreanisch

Revidierte Romanisierung 2000

Deutsche Fassung siehe http://german.visitkorea.or.kr/ger/CU/CU_GE_5_4_3.jsp

Kyrillische Alphabete nicht-slawischer Sprachen

DIN 1460-2

Ausgabe 2010

Kyrillische s Alphabet e au s slawische r n Sprachen

DIN 1460 -1

Ausgabe 2021 1982

Tamil

DIN 33903

Ausgabe 2016

 

Die DIN-Normen sowie ISO 7098 stehen auch im RDA-Toolkit unter dem Reiter „Werkzeuge“ zur Verfügung. [4]

Für die sogenannten CJK-Sprachen (Chinesisch, Japanisch, Koreanisch) werden im K10plus die CJK-Praxisregeln der AG KVA angewendet.

Weitere Transliterationstabellen für südasiatische Schriften folgender Sprachen wurden veröffentlicht in der Anlage zur PND-Praxisregel Südasien :

Assamesisch, Bengali, Gujarati, Kannada, Malayalam, Oriya, Panjabi in Gurmukhi-Schrift, Sinhala, Telugu

Die Umschrift wird für einige Schriften automatisch unterstützt (siehe WinIBW-Handbuch ).


[1] Zurzeit kann für die Schriften Kyrillisch und Arabisch in $L die jeweilige Sprache erfasst werden.

[2] RTL=“right to left“

[3] Achtung: Originalschrift ist zurzeit in Werksätzen, Sachbegriffssätzen und allen Nicht-Gebietskörperschaften nicht erlaubt.

[4] Aufgrund des 3R-Projektes besteht zurzeit keine Möglichkeit, neue Normen innerhalb der „Werkzeuge“ des RDA Toolkit auszutauschen oder neu einzubringen.  Seit Oktober 2018 geänderte oder neue Normen können beim Beuth-Verlag käuflich erworben werden.